Am vergangenen Mittwoch (11. März 09) war es soweit: Das iPhone, und zwar jede Genration davon, wurde wieder einmal um eine neue Funktion erweitert. Der aus Italien stammende Entwickler MeDevil hat nach mehr als 3 Monaten Arbeit sein Programm „iBluetooth“ veröffentlicht.
Bei dieser App handelt es sich um eine Software in welcher zum ersten Mal das OBEX-Protokoll auf dem iPhone implementiert wurde. Für den Endanwender bedeutet dies, dass er ab sofort Dateien über Bluetooth mit Mac/PC oder anderen mobilen Geräten austauschen kann. Bisher war der Bluetooth-Chip auf dem iPhone nur zum connecten mit „hands-Free“-Bluetooth-Headsets geeignet. Ab sofort kann jeglicher Dateityp von theoretisch jeder Größe per Bluetooth verschickt und empfangen werden. Dabei bietet das Programm an, Bilder aus der iPhone internen „Foto“-Galerie zu verwenden oder das Dateisystem zu durchforsten. Was dem Programm noch fehlt sind Player für verschiedene Dateitypen. Hier kann man sich aber inzwischen mit einem Programm aus dem AppStore helfen (z.B. MobileFinder), indem man einfach die empfangene Datei in das Programmverzeichnis des Letzteren speichern lässt.
iBluetooth ist im Cydia-Installer als Trial-Version für 6 Tage kostenlos erhältlich. Danach ist eine Registrierung fällig, welche mit 3,99€ zu Buche schlägt. Laut Entwickler wird dieser Betrag genutzt um in zukünftigen Versionen proprietäre Bluetooth-Stacks zu verwenden. Diese sind für die Weiterentwicklung in Richtung A2DP (Bluetooth-Stereo-Kopfhörer), SerialPort (Bluetooth-GPS-Geräte) und DUN & LAP (für die Nutzung des iPhones als „Modem“) von absoluter Notwendigkeit, weil eine eigene Entwicklung zu lange dauern würde. Des Weiteren sollen in Zukunft auch Lieder im direkten Zusammenhang mit der iPod-Library auf dem iPhone empfangen und gesendet werden.
Weil Apple hier den Entwicklern viele Steine in den Weg gelegt hat, ist die Entwicklung dieser Software mit dem hauseigenen SDK (“Software Developement Kit”) nicht möglich und würde also absolut gegen die AppStore-Grundsätze verstoßen. Die Software wird also auch in Zukunft nur auf „gejailbreakten“ Geräten installierbar sein.
Vielen Dank an Lufi für diesen Gastbeitrag!
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